Interview
Datum 16.07.2009

jerig-foto

Jerig, Bernd

Duisburg-Wedau
Geburtsjahr 1956

Beruf bzw. früherer Beruf incl. Postitionen und Dienststellen/Abteilungen

1974 Vorbereitende Beschäftigung (incl. E- und V-Werkstatt, Heizerprüfung, etc.) in OB-Osterfeld
1975 Heizer
1975-1976 Bundeswehr
1977 Abgeordnet als Sipo (Sicherungsposten)
1977 Bahnmeisterei, Duisburg-Hochfeld-Süd
1977 Ausbildung zum Lokomotivführer
1978 Prüfung zum Lokomotivführer
1992 Letzte Schicht als Oberlokomotivführer
1992 Wechsel zum Innendienst (Lokleiter, Personaleinteiler, Laufplansachbearbeiter, etc.) EOS
1993 Ernennung zum Hauptlokomotivführer
1999 Ernennung zum LokBi (Lokomotiv-Betriebsinspektor)
2005 Ernennung zum LokBi-Z (mit Zulage)
1978 bis Anfang 2009 Einsatzstelle Oberhausen-Osterfeld-Süd
Stand 2009: Überwiegende Beschäftigung als Lokdienstleiter, heutige Bezeichnung:
ÖMRS, Örtlicher Mitarbeiter Ressourcensteuerung in Oberhausen-West

Seit wann wohnen Sie in Wedau o. Bissingheim?

Wedau, seit 16.09.1995
Weshalb sind Sie nach Wedau oder Bissingheim gezogen? Schönere Gegend als voriger Wohnort
Womit verbinden Sie den Begriff Wedau oder was fällt Ihnen spontan als erstes ein, wenn Sie „Wedau“ hören? Das schöne Naherholungsgebiet
Was gefällt Ihnen in Wedau / Bissingheim
  • am meisten?
  • nicht?
Pro
Die Ruhe
Contra
Die Nichtakzeptanz der zugezogenen Wedauer von den alteingesessenen Wedauern

Keine Einkaufsmöglichkeiten
Wenn Wedau/Bissingheim ein Wahrzeichen haben sollte, was würden Sie vorschlagen? Wasserturm am Nordberg
Würden Sie die Erhaltung von Stellwerk 2 bzw. des Wasserturms am Nordberg unterstützen? Ja, Eigenleistung und Spenden
Meine persönliche Geschichte

An einem Freitag sollte ich den "Feierabendzug" von Wedau nach Oberhausen-Osterfeld fahren. Erfreulicherweise lief alles so gut, dass ich zwei Stunden vor Plan fertig und abfahrbereit war. Doch dann kam die Meldung, Osterfeld würde die Annahme des Zuges verweigern, ich müsse warten. Doch ich war nicht dumm, schaltete den Zugbahnfunk auf den Fahrdienstleiter Maf (Oberhausen-Mathilde-Fahrdienstleitung) um und fragte selber nach. Dort hiess es: Komm schnell rüber, in Osterfeld ist der Ablaufberg frei! Also gab ich dies weiter und durfte dann doch fahren.

Das war Wedau, dort hiess es immer unter dem Motto: "Hier fährt keiner vor Plan los!"

Dann kam ein Samstag, da sollte ich den letzten Zug von Wedau nach Köln-Gremberg über die Lintorfer Strecke fahren. Danach wird dann die Strecke gesperrt und erst Montag früh wieder eröffnet; das war lange Zeit so. Plötzlich wollten alle in Wedau schnell Feierabend haben und ich sollte schnell vor den Zug und - siehe da - frühzeitig abfahren. So so dachte ich, zum Wochenende geht es also doch früher loszufahren... Doch ich dachte an den damaligen Freitag und sagte, ich müsse erstmal noch meine pflichtgemäße Pause machen. Also fuhr ich ins Bw, machte meine Pause und fuhr dann planmäßig an den Zug.
Jetzt kam es: Bei der Bremsprobe mit dem Rangierer lief es nicht planmäßig. Beim letzten Wagen legte die Bremse nicht korrekt an. Das hiess, es musste ein Wagenmeister her, der den Zug neu prüft und mit mir bremst. Dieser war jedoch schon in seinem "frühzeitigen" Feierabend und musste angerufen und erneut zum Rbf beordert werden. Fazit war: Das hat alles so lange gedauert, dass die Strecke über Lintorf bereits dicht war und ich musste via Hochfeld, Neuss nach Gremberg fahren.

Dies war also meine "Retourkutsche" vom damaligen Freitag......

Neubebauung ehemaliger Rangierbahnhof: Welche Wünsche und Bedenken haben Sie? Wunsch: Wohnbebauung um frische Nachbarschaft und bessere Einkaufsmöglichkeiten zu bekommen.
Wenn es eine direkte Bahnverbindung nach Düsseldorf über Lintorf, Ratingen-West gäbe, würden Sie diese nutzen? Warum? Nein, das hätte keinen Nutzen für mich

jerig1 jerig2
Hier sehen wir Bernd Jerig bei seiner Arbeit in der Lokleitung in Oberhausen-Osterfeld-Süd
Fotos und Copyright: Bernd Piplack