Interview
Datum 04.09.2009

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Gebhard, Wolfgang

Duisburg-Wedau
Geburtsjahr 1951

Beruf bzw. früherer Beruf incl. Postitionen und Dienststellen/Abteilungen

1965 Maschinenschlosserlehre im AW Duisburg-Wedau
1968 Schlosser im AW
         Realschulabschluß über Abendschule
1977 Ausbildung im Bereich Wagenuntersuchungsdienst
1977 Beamter im Wagenuntersuchungsdienst in Rangierbahnhöfen des westlichen Ruhr-
         gebiets, z.B. Duisburg-Ruhrort-Hafen, Du-Wedau, Essen, Düsseldorf, Westerholt,
         Oberhausen-Osterfeld, etc. im Güterwagenbereich
1998 Wechsel in die Personenwagenuntersuchung in Duisburg-Vorbahnhof
2001 Parallel dazu Fortbildungen und Lehrgänge, u.a. als Prüfer Fahrzeugreinigung
2003 Diverse Positionen im Tagesdienst,
         z.B. Fahrzeugdisposition, Personalplanung, SAP-Abrechnung
2006 DB-Jobservice

Seit wann wohnen Sie in Wedau o. Bissingheim?

Wedau, 1966
Weshalb sind Sie nach Wedau oder Bissingheim gezogen? Aus beruflichen Gründen
Womit verbinden Sie den Begriff Wedau oder was fällt Ihnen spontan als erstes ein, wenn Sie „Wedau“ hören? Regattabahn, 6-Seen-Platte
Was gefällt Ihnen in Wedau / Bissingheim
  • am meisten?
  • nicht?
Pro
Seenplatte, Wälder und trotzdem Nähe
zur Duisburger Innenstadt
Contra
Zu wenig Parkplätze
Wenn Wedau/Bissingheim ein Wahrzeichen haben sollte, was würden Sie vorschlagen? Wasserturm am Nordberg
Würden Sie die Erhaltung von Stellwerk 2 bzw. des Wasserturms am Nordberg unterstützen? Ja, durch Suche von Sponsoren für dieses Vorhaben
Meine persönliche Geschichte

Da denke ich an die damalige Zeit im Ausbesserungswerk: Die Strukturen im Aw waren sehr straff, die Abgrenzungen zu den einzelnen Positionen waren streng geregelt (Hirarchien). Man musste sehr vorsichtig sein, wie man sich verhält und was man sagt. Eine Strafversetzung in einen ungeliebten Job war sonst schnell geschehen. So streng ist dies zum Glück heute nicht mehr.

Früher war der Zusammenhalt unter den Kollegen viel größer. Kameradschaft hatte noch einen hohen Stellenwert. Das wirkte sich z.B. so aus, dass man gerne in der Schicht gemeinschaftlich grillte; und während einer die Zutaten besorgte, machten die Anderen seine Arbeit für Ihn mit!

Nochmal das Thema Hirarchien und Abgrenzungen: Manche Leute kamen sich in gewissen Positionen als etwas Besseres vor. So auch einige Lokführer. Als ich einen Tag einen Zug gebremst hatte wurde ich gerufen, weil der Lokführer meinte, er bekomme den Zug nicht gefüllt. Ich prüfte alles erneut nach und konnte nichts feststellen. Ich sagte, er soll von der Lok kommen und sich selbst davon überzeugen, dass die Luftschläuche korrekt verbunden und die Leitungshähne offen sind. Seine Antwort: "Ich komm doch nicht von der Lok:" Er meckerte und meckerte. Daraufhin sagte ich, dass es nur sein könnte, dass der Luftkompressor von der Lok wohl defekt ist. Er meinte aber, das könne nicht sein. Lange Rede kurzer Sinn: Fakt war, dass er dann (reichlich spät) doch von der Lok stieg und merkte, dass ich recht hatte. Somit zog der ohne Kommentar von dannen und holte eine andere Lok.....

Neubebauung ehemaliger Rangierbahnhof: Welche Wünsche und Bedenken haben Sie?

Wunsch: Eine Wohnbebauung.
Bedenken: Ich hoffe, dass die Alt-Wedauer und Bissingheimer die "Neu-Wedauer" akzeptieren. Ich habe Bedenken, dass sie sich nicht miteinander verstehen, wenn dort nicht eine gezielte Integration stattfindet.

Wenn es eine direkte Bahnverbindung nach Düsseldorf über Lintorf, Ratingen-West gäbe, würden Sie diese nutzen? Warum? Ja, kurze Anbindung nach Düsseldorf; einer Stadt mit vielen Anziehungspunkten.
Sonstiges Erwähnenswert ist, dass Herr Gebhard Vorsitzender des Bürgervereins Wedau-Bissingheim ist und dort viel Arbeit reinsteckt, um den Bürgern vor Ort zu helfen und ihre Anliegen an die Gremien von Stadt, Land, Politik weiterzuleiten, mit denen der Bürgerverein gute Kontakte pflegt.